45.000 Stufen zum Glück

1. Rekener Tower Run (Bericht v. Andreas Fölting)

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Am 11.7.2015 fand in Reken am Melchenberg der erste Rekener Tower-Run statt. Organisiert wurde dieser von Jörg Timmer und Ansgar Zschunke. Die beiden wollten mal ein besonderes Event hier in der Gegend anbieten und hier fest etablieren. Soviel kann ich vorwegnehmen, gut angekommen ist die Veranstaltung bei allen Beteiligten.

Die Tagesaufgabe bei bestem, fast schon zu warmem Wetter lautete: laufe den Turm einmal hoch –drücke den Kontrollbutton –laufe den Turm runter – drücke den Rundenzähler – wiederhole das ganze 134 Mal. Hat man das geschafft, so ist man 22.500 Treppenstufen hoch gelaufen, 22.500 Treppenstufen runter gelaufen, hat virtuell einen 4000m hohen Berg bestiegen, ist diesen wieder heruntergegangen und hat die klassische Marathondistanz von 42,195 km zurückgelegt. Klingt ziemlich verrückt und das ist es auch.

Dieser Aufgabe haben sich die beiden Organisatoren gestellt. Außerdem war David Leithhaiser aus Heiden  am Start, der ein erfahrener Treppenläufer und Rückwärtsläufer ist. Er ist für Towerrunning Germany gestartet. Ebenso war Stefan Beckmann (SG Borken) am Start. Einer der besten Ultraläufer hier im weiten Umkreis. Lasse Schulten, gerade mal 16 Jahre alt, lief auch mit. Aus Münster angereist kam Christian Pflüger in Begleitung seiner Frau. Sie ließ es sich nicht nehmen, auch  55 Runden mit zu laufen. Christian ist auch  ein sehr bekannter und erfahrener Ultraläufer und Organisator des 6h-Laufes in Münster. Ach ja, ich bin natürlch auch mitgelaufen.

Der Startschuss fiel dann um 8:00 Uhr.  Endlich losgelassen ging es dann schon recht zügig zur Sache. Ich hatte für eine Runde ca. 4:00 Min±  eingeplant. Die Uhr zeigte dann aber immer 3:30 – 3:50 Min. an. Das ging bei mir dann so 4 Std. lang gut. Dann hab ich das Tempo etwas rausgenommen.

Jörg, Stefan und David liefen aber so weiter und lieferten sich einen spannenden Dreikampf, den am Ende Jörg mit 6 Min. bzw 1 ½ Runden Vorsprung in wahnsinnigen 7:54 Std. für sich entscheiden konnte. Wären wir 140 Runden gelaufen, dann hätte Stefan gewonnen, der 6 Runden Rückstand in zwei Stunden aufgeholt hat.  Mit 8:01 Std. belegte er den 2. Platz.
Für David, der am Anfang souverän geführt hat, war die Distanz wohl zu lang, und er musste ordentlich Tempo rausnehmen. Er belegte mit 8:10 Std. den dritten Platz.

Ich hatte das ganze Rennen lang Lasse Schulten im Nacken, der in den letzten 2 Stunden ordentlich Kraft lassen musste. Ich konnte das Rennen total zufrieden  nach 9:15 Std. beenden (hochgerechnet hatte ich 10 Std.). Lasse kam nach einigen Zwangspausen nach 9:54 Std. das letzte Mal die Treppe runter. Ansgar wurde, nachdem er von Krämpfen heimgesucht wurde, nach 10:33 Std. erlöst. Christian nutzte den freien Turm dann für sich alleine und finishte nach 12:02 Std. seinen ersten Treppenmarathon.

Der eigentliche Marathon kam dann erst in den folgenden 5 Tagen. Ich habe gedacht, ich könnte nie wieder joggen. Treppen konnte ich nur noch rückwärts runter gehen. Und beim Laufen sah es so aus, als hätte ich Erbsen in den Schuhen. Außerdem sackten mir beim Laufen sporadisch die Beine weg, was bei meinen Arbeitskollegen echt lustig rüber kam.
Sollte die perfekt organisierte Veranstaltung im nächsten Jahr dann wieder stattfinden, melde ich mich natürlich wieder an.

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